Kultur


Unser Beitrag zur Kulturhauptstadt 2010: Die Odyssee 2.0

Am Anfang der abendländischen Geschichte stehen zwei Epen, die nicht nur Sprachbildung und -gefühl ganzer Generationen prägten, sondern mit ihrer weltstiftenden Erzählmacht bis zu uns vordringen: Ilias und Odyssee. Bis heute haben sie nichts von ihrer Faszination verloren, im Gegenteil: die Irrfahrt des Odysseus, sein Mut und seine List, seine Willensstärke und Götterfurcht sprechen zu uns in einer alle Zeit überbrückenden Deutlichkeit und Eindringlichkeit.

In der Jetzt-Zeit sprechen wir anders: nicht mehr episch, sondern in 140 Zeichen. Kurze Mitteilungen, mit großer Verbreitungswirkung, ohne ausgeklügelte Harmonie, aber in direkter Schnelligkeit und Unmittelbarkeit. Nicht Sprachklang und Entwicklung, nicht Rhythmus und Harmonie haben Gewicht, sondern Verständlichkeit, Präsenz und Mitteilbarkeit. Tun sich hier unvereinbare Gegensätze auf – epische Erzähldichte versus Informationsfluß im interaktiven Web?

Kepía liebt Gegensätze – und unserer philosophischen Perspektive entspricht es, Gegensätzliches nicht nach einer Seite hin auflösen zu müssen, sondern sie in Beziehung zu bringen. Und so haben wir ein neues Projekt ins Leben gerufen: die Odyssee im neu erstellten Blog der Kepianer. Hier präsentieren wir Passagen aus Homers Epos, gelesen an Originalschauplätzen auf der Peloponnes. Dazu gibt es Dialoge, die das Gehörte fortführen, aufgreifen, weitertragen.

Mit Unterstützung von Frank Tentler www.franktentler.com

Die Odyssee 2.0

rezitiert und diskutiert an Original-Schauplätzen Griechenlands

Begrüßung (04.01.2010)


1.Lesung: Das Proömium (04.01.2010)


1. Dialog: Die Bedeutung und Aktualität der Odyssee (04.01.2010)


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