Philo für Kids und Jugendliche


Denk-Spielraum: Fragen ernst nehmen – Verstehen vertiefen – Freude am gemeinsamen Gespräch

Für ca. 8-11 jährige Kinder: Samstag, jeweils von 9.00 - 10.. Uhr

Herbstseminar
Start: Samstag, 30. August - Samstag 27. September
9.00-10.00 Uhr, 5 Termine
Kosten: 50,- €   
Mit Anmeldung

Ein Dazukommen ist jederzeit möglich - auch eine Schnupperstunde!

Philosophieren mit Kindern

Unsere Schulkinder sind oftmals schon von klein auf in unterschiedlicher Weise sehr gefordert sind. Sie müssen eine Menge Informationen verarbeiten, müssen viele Aufgaben erledigen, müssen sich in einer immer komplexeren Umwelt orientieren und ihre sozialen Beziehungen in zunehmend problematischen Umfeldern knüpfen.

 

Oftmals aber bleibt dabei das auf der Strecke, was den Kindern am meisten am Herzen liegt und ihnen auch entspricht:

  • ein freies Phantasieren, das ohne festes Ziel die inneren Möglichkeiten durchstreift,
  • eine ursprüngliche Neugierde, die im eigenen Tempo das Umgebende befragt und diesen Fragen so weit nachgeht, bis eine selbst empfundene Zufriedenheit entsteht,
  • eine grundsätzliche Freude am Lernen und Erkennen, die sich an Themen und Gegenstände knüpft, die dem unmittelbaren Erleben und Denken der Kinder entspringt.

Kepía, das Haus für Musik und Philosophie, macht es sich zur Aufgabe, Kindern eine andere Art der Bildungserfahrung zu eröffnen, mit der sie die eigenen Möglichkeiten entdecken und zur Entfaltung bringen können – fernab von Leistungsdruck und normiertem Wissenserwerb.

Das gestaltet sich im Rahmen eines philosophischen Gesprächs, das kindgemäß – und deshalb ganz ursprünglich – philosophisch geführt wird. In sokratischer Tradition geht es dabei nicht darum, den Kindern bestimmte Einsichten zu vermitteln, sie etwas zu lehren, sondern darum, ihr eigenes Denken und Vorstellen anzuregen und in behutsamer Systematik weiterzuführen.

Im philosophischen Gespräch mit Kindern wird ein eigener, geschützter Raum eröffnet, in dem sie ihren Gedanken und Fragen nachgehen, sich im Gespräch mit anderen selbst erfahren und austauschen können und erleben, wie zufriedenstellend und begeisternd es sein kann, grundlegenden Überlegungen zu folgen.

Anlaß und Ausgangspunkt für das Philosophieren mit jüngeren Kindern sind Geschichten, Märchen oder Gedichte, die sie in eine bestimmte Fragestellung oder Gedankenkonstellation einführen. Dieser phantasievolle Einstieg erleichtert es den Kindern, sich in den Horizont eines Gedankenumfeldes einzufinden und ihn (unter kundiger Leitung) auszuschreiten.

Geschichten regen die kindliche Phantasie an, helfen, die Welt zu verstehen, sich eigene Gedanken zu machen und bringen uns miteinander ins Gespräch. Im philosophisch geführten Gespräch werden dann verschiedene Fragedimensionen entfaltet, die auch von den Kindern mit angeregt und durch eine behutsame Vertiefung und Konzentration weitergeführt werden.

Das Wichtigste aber ist die Freude am gemeinsamen Gespräch, das die Kinder dazu führt, ein tieferes Verständnis und ein klareres Bewußtsein zu entwicklen.

Das Jugendforum Philosophie bietet Kindern und Jugendlichen einen Denk-Spielraum, in dem sie sich frei entfalten und orientieren können. Im Mittelpunkt stehen dabei die Fragen und Anliegen der Kinder und jungen Menschen, die dann zum Ausgangspunkt eines philosophischen Dialogs werden. Dabei geht es nicht primär darum, bestimmte Einsichten oder Erkenntnisse zu vermitteln, sondern darum, ihre eigene Nachdenklichkeit aufzugreifen, ihrer Fragelust entgegenzukommen, ihre Fähigkeit zum konsequenten Verfolgen bestimmter Gedanken zu entwickeln und ihre Freude am gemeinsamen Gespräch zu bestärken.
Wichtig ist hierbei, der jeweiligen Altersstufe gemäß Wege in das eigene Denken zu bahnen, die als inspirierend und aufschließend erlebt werden. Von hier ausgehend kann sich der philosophische Dialog miteinander frei und vielfältig entfalten und für alle zur Bereicherung werden.

Philosophieren mit Jugendlichen

Von älteren Kindern und Jugendlichen ist immer wieder zu hören, daß vieles, was sie bewegt und persönlich betrifft, nirgendwo so recht zur Sprache kommt: in der Schule drängt die pragmatische Bewältigung des Lernstoffes, in der Freizeit ist mittlerweile vieles lückenlos durchorganisiert, und auch Eltern und Freunde haben nicht immer ein offenes Ohr für grundlegende Fragen und Überlegungen.
Umso wichtiger, hier einen Raum zu schaffen, in dem solche Anliegen bewußt reflektiert werden können und genügend Zeit ist für Gespräche und Gedanken, die im jeweils persönlichen Horizont aber auch ganz allgemein wichtig sind.
Dabei ist es immer wieder erstaunlich, inwieweit die Themen, die von den Jugendlichen selbst vorgeschlagen werden, die großen Fragestellungen der Philosophie berühren. Das bekräftigt einmal mehr, daß das Philosophieren keine abstrakte Wissenschaftlichkeit oder angelernte Gelehrsamkeit darstellt, sondern im ursprünglichen Sinne eine ganz lebendige Auseinandersetzung mit sich und den Themen, die uns unmittelbar angehen und betreffen.
Weit entfernt von normierter Anforderung und Leistungsdruck läßt sich hier erfahren, wie wertvoll und bereichernd es ist, Wege ins eigene Denken zu finden. Das Besondere der philosophischen Gesprächsleitung liegt dabei darin, den eigenen Gedanken Klarheit, Systematik und Verbindlichkeit zu verleihen, ohne dogmatische Positionen vorzugeben oder auf vorgefertigte Ergebnisse zuzuarbeiten. Nur so kann sich die Freiheit des Denkens entfalten – und die Freude an der Suche nach sich selbst.

Das Jugendforum Philosophie bietet Kindern und Jugendlichen einen Denk-Spielraum, in dem sie sich frei entfalten und orientieren können. Im Mittelpunkt stehen dabei die Fragen und Anliegen der Kinder und jungen Menschen, die dann zum Ausgangspunkt eines philosophischen Dialogs werden. Dabei geht es nicht primär darum, bestimmte Einsichten oder Erkenntnisse zu vermitteln, sondern darum, ihre eigene Nachdenklichkeit aufzugreifen, ihrer Fragelust entgegenzukommen, ihre Fähigkeit zum konsequenten Verfolgen bestimmter Gedanken zu entwickeln und ihre Freude am gemeinsamen Gespräch zu bestärken.
Wichtig ist hierbei, der jeweiligen Altersstufe gemäß Wege in das eigene Denken zu bahnen, die als inspirierend und aufschließend erlebt werden. Von hier ausgehend kann sich der philosophische Dialog miteinander frei und vielfältig entfalten und für alle zur Bereicherung werden.
Hierzu haben wir bei Kepía folgende Stufung entwickelt, die eine altersgemäße Beschäftigung im philosophischen Horizont differenziert:

Jugendforum Philosophie

Thematische Schwerpunkte gemäß unterschiedlicher Altersgruppen:

5 - 9-jährige: Was darf ich hoffen? Märchen, Mythen, Sagen
Gespräche über Gehörtes, Anregung der Phantasie, gezieltes Zuhören und Nachfragen, Wege in das eigene Denken bahnen

10 - 13-jährige: Was kann ich wissen? Erforschung der eigenen Fragestellungen Eigene Themen werden diskursiv besprochen und systematisch entfaltet (z.B. Was ist Zeit? Wie geschieht Wahrnehmung? Was ist Wahrheit? Wie unterscheiden sich Menschen und Computer? Was ist das Nichts?)

14 - 16-jährige: Was soll ich tun? Orientierung für das eigene Handeln
Ethische Grundlagen für einen bewußten und verantwortungsvollen Umgang mit sich selbst und mit anderen, Verstehenshilfen für ein gesellschaftliches und familiäres Miteinander

17 - 19-jährige: Was ist der Mensch? Heranführung an philosophische Quellentexte
Philosophie als Grundlage einer eigenen, existentiellen Lebensführung.
Praktische Philosophie als Grundlage einer selbstgestalteten Stellung in der Welt; Systematische Problemfelder im Sinne einer umfassenden geistigen Bildung und grundlegenden Orientierung.

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