Systemische Familienberatung


Hilfe bei der Klärung und Bewältigung bestimmter Konfliktsituationen in Familie und Beruf, wiederkehrender (auch unklarer) Symptome, Entscheidungen, Krisensituationen

Warum stoße ich immer auf dieselben Probleme?

Wer kennt das nicht – immer wieder auf dieselben Problemsituationen oder Konfliktfälle zu stoßen, auch wenn wir die Voraussetzungen längst zu durchschauen meinen? Oder das Gefühl, einfach nicht zu dem zu kommen, was ich wirklich will?
Oder das Empfinden, immer noch nicht richtig bei mir angekommen zu sein?
Wenn Sie sich diese Konstellationen von Grund auf bewußt machen und zu einer grundlegenden Besserung gelangen wollen, dann gibt es einen hilfreichen und klärenden Weg: Die Systemische Familienberatung und -aufstellung.
Der Blick auf das Familiensystem stellt den Zusammenhang mit Familienmitgliedern über mehrere Generationen hinweg in den Mittelpunkt. Entscheidend sind dabei besondere, Einfluß nehmende Bindungen zu einzelnen Vorfahren, die in ihrer Ausformung prägend für bestimmte Verhaltens- und Verstehensweisen, für die Selbstwahrnehmung und für typische Erkrankungen sind. Die Hauptbindungsstränge, die sich auf diese Weise erkennen und verfolgen lassen, geben Aufschluß über die bestimmenden Verhaltens- und Verstehensmuster, die (oftmals unbewußt) den eigenen, gegenwärtigen Lebensverlauf beeinflussen. Dabei geht es nicht darum, die Verantwortung an das familiäre Schicksal abzugeben, sondern vielmehr darum, Muster und Strukturen zu erkennen und zu überwinden.
Der systemische Ansatz schaut auf das Hier und Jetzt – zwar im Blick auf die zurückliegenden Generationen, aber immer in Verbindung zu dem Punkt, an dem ich jetzt stehe. Das Alte wird herangeholt, um erkannt, gelöst und in die eigentlich angestammte Ordnung gebracht zu werden. Diese Veränderung wird in das momentane Lebenskonzept einbezogen: ich muß nicht länger in einer Rolle verharren, die mir schadet, mich blockiert oder belastet. So wird mein eigentlich angestammter Platz im System frei und ich kann die Stelle einnehmen, die mir gebührt.

Wie genau vollzieht sich die Aufstellungsarbeit – was liegt ihr zugrunde?

Zunächst wird die Erstellung eines Genogramms vorgenommen, das die einzelnen Personen einer Familie über 3-5 Generationen erfaßt und wichtige Einschnitte aufnimmt.
Dann wird dieses Genogramm analysiert: Wo gibt es Verbindungen, Muster, Regelmäßigkeiten? Welche internen Gesetzmäßigkeiten lassen sich erkennen?
Auf diese Weise lassen sich Verbindung von dem individuellen Problem und der Gesamtheit des Familiensystems erkennen. So gibt es z.B. oftmals Häufungen einer bestimmten Erkrankung in einer Familie, die sich eben nicht nur genetisch erklären lässt, sondern auch systemisch. Oder es wiederholen sich Verhaltensmuster, frühe Scheidungen, Berufskarrieren oder gesamte Lebensentwürfe.
Als nächstes folgt die eigentliche Aufstellungsarbeit. Entweder wird hier im therapeutischen Kontext mit Stellvertretern gearbeitet, die die einzelnen Rollen der Familienmitglieder einnehmen. Oder aber es findet im beratenden Kontext die Arbeit auf dem Brett statt, das in seiner abstrahierenden Form eine gute Möglichkeit bietet, sich die grundlegenden Konstellationen vor Augen zu führen. In beiden Situationen lassen sich durch die Visualisierung Strukturen erkennen, die im problembeladenen Bewusstsein oftmals nicht klar zu Tage treten.
In einem zweiten Schritt werden Korrekturen vorgenommen, um das Bild wieder in eine fügsame Ordnung zu bringen. Jede Figur/Stellvertreter wird an den Platz gerückt, der ihm oder ihr im System der Familie eigentlich zukommt. Auf diese Weise wird dem Klienten deutlich, wie es idealerweise sein könnte, und was er tun kann, um zu diesen Verhältnissen zu gelangen: Er selbst kann in sich diese Ordnung errichten und kann von sich aus in das Beziehungsverhältnis eintreten, das der jeweiligen Person auch entspricht: er kann die Person in der Größe wahrnehmen, die ihr zukommt, in dem Geschlecht, das sie auch tatsächlich hat, und in der Relation, die sie zu ihm auf natürlich gegebene Weise innehat. So kann es gelingen, den eigentlichen Vater als solchen anzuerkennen, die Mutter wieder in ihrer Mütterlichkeit zu sehen - und nicht als zu versorgendes Opfer, die Schwester als Gleichgestellte und nicht als Erziehungsberechtigte, den Vorgesetzen nicht als Vater, sondern als Arbeitgeber, den Geliebten nicht als Sohn, sondern als neben mir stehendem Partner, die Ehefrau als Lebensgefährtin, und nicht als Mutter usw.
Der Berater ordnet in aufeinanderfolgenden Schritten das Bild neu und um. Zu jeder einzelnen Figur wird Kontakt aufgenommen, die Struktur der Beziehung ins Bewußtsein gerückt und die mögliche Neusituierung eingeleitet. Jede Figur wird auf die Position gerückt, die ihr eigentlich zukommt und übernimmt die Aufgaben und Gefühle, die ihr eigen sind. Dadurch wird die Hauptperson von übernommenen Gefühlen und Botschaften befreit, die blockierend, belastend und schädigend auf die eigene Lebensentfaltung einwirken. Die magischen Sätze und Botschaften der Altvorderen, die oftmals unbewußt übernommen wurden und Verbindlichkeit erhielten, werden an die Stelle zurückgegeben, an die sie gehören.
Das entstandene neue Bild der Familie, das durch die Aufstellung vor Augen steht, kann sich nun im Bewusstsein verankern. Auf diese Weise wird es möglich, sich anders zu verhalten, andere Entscheidungen zu treffen – sich zu befreien. Und frei zu sein bedeutet vor allem eines: frei gewählte Bindungen eingehen zu können. Die aber können sich erst dann im Guten entwickeln, wenn das Alte in ein fügsames Maß gebracht wurde.

Organisatorisches:
Termine nach Vereinbarung, Dauer: 60 (60,- €) oder 90 (90,- €) Minuten.

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