Lesekreis


Gemeinsame kontinuierliche Lektüre philosophischer Texte: Hinführung zum Verstehen und Erschließen des Gelesenen.


Im Lesekreis beschäftigen wir uns mit einer bestimmten Lektüre, die zu Beginn in einer Auswahl vorgestellt und gemeinsam ausgesucht wird. Diese Lektüre wird dann kontinuierlich miteinander gelesen. Dabei halten wir immer wieder inne: So gibt es die Möglichkeit, Verständnisfragen zu stellen und diese mit Hilfe der Philosophin Dr. Andrea Vierle zu klären, und davon ausgehend weiterführende Gedanken zu verfolgen, etwas kritisch zu hinterfragen oder eigene Ergänzungen hinzuzufügen. Auf diese Weise wird ein Text wirklich durchdrungen und kann so sprechend werden.

Die Gegenwart ehrwürdiger Bücher, etwa in einer großen Bibliothek, wirkt verzaubernd – so, als betrete man eine eigene, geheimnisvolle Welt.
Und es ist ein besonderes Vergnügen, an gefüllten Regalen entlang zu spazieren (auch in der Wohnung eines befreundeten oder noch unbekannten Menschen), hier und da stehenzubleiben, einen Titel zu erblicken, vielleicht einen Klappentext zu lesen, Interesse aufblitzen zu spüren und zu überlegen, was sich wohl verändern würde, wenn ich dies oder jenes lesen würde, schon gelesen hätte …

Doch spätestens in der philosophischen Abteilung beschleicht uns zuweilen eine gewisse Beklemmung: wie soll ich dieses oder jenes Werk jemals durchlesen und verstehen? Ist es angemessen, vielleicht nur ein paar Kapitel zu durchforsten – oder bleibt mir dann der tiefere Zusammenhang erst recht verstellt? Was ist, wenn sich das so reizvoll Klingende bei näherer Lektüre doch als unzugänglich und hermetisch verschlossen erweist – und woran liegt das? An einer schlechten Angewohnheit der philosophisch Denkenden, alles zu verkomplizieren – oder gar an meiner eigenen Unzulänglichkeit?

Solche zögernden Einwände führen oftmals dazu, daß wir unsere Schritte weiter heraus lenken aus der philosophischen Abteilung – dabei gäbe es hier das Schönste und Beste zu entdecken… Aber dabei muß es nicht bleiben! Wenn wir unsere uneingestandenen Skrupel durchbrechen und uns in eine lesende Runde begeben, kann hier eine entscheidende Überwindung stattfinden.

Im gemeinsamen Lesen und Durchsprechen finden Fragen, manches Unverständnis und eigenes Weiterdenken ihren Platz und eröffnen so den Zugang zu der ebenso herausfordernden wie bereichernden Lektüre philosophisch-literarischer Hauptwerke.

Organisatorisches:
Wöchentliche Treffen, gemeinsame Lektüre mit Diskussion und Hilfestellung zum Verstehen.

Dauer jeweils 1,5 Stunden.